Sprint – iteratives Vorgehen

Hier verstehen wir unter einem Sprint, einen kompletten Durchlauf, meist einer Kette von Durchläufen, einer Unternehmung, oder Produktion, an dessen Ende immer eine brauchbare Ausgabe eines Produkts oder Anwendung steht.

In einem Sprint gibt es einen Abgesandten, einen Moderator und die Schöpfer.

  • Der Abgesandte hat den Focus auf die brauchbarkeit der Ausgabe.
  • Der Moderator hat den Focus auf den Flow innerhalb des Durchlaufs.
  • Die Schöpfer realieren, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die in Nutzergeschichten formulierten Bedürfnisse.
Das Prinzip von iterativen Durchläufen

In diesen Zeiten des Wandels ist es weise, sich zwar an den allgemeingültigen Satz von Heraklit „Alle fließt“ zu halten. Für ein Unternehmen bedeutet das jedoch, dass man sich von einem  stabilen Zustand in den nächsten Wandeln muss. Ansonsten ist ein Unternehmen in dem alles fließt höchstwarscheinlich konkurs. Für eben diesen Prozess eignet sich iteratives Vorgehen wesentlich besser als, nach dem Wasserfallprinzip, weit in die Zukunft zu planen. Manche Manager sprechen hier auch von fahren auf Sicht.

Ausserdem ist nur so das Jetzt, realisierbar. In Aldous Huxleys „Insel“ haben dessen Bewohner den Papageien die Worte „Achtung Jetzt“ beigbracht, damit sie stetig daran erinnert werden, das nur Jetzt existiert. Damit Sie sich nicht in der Vergangenheit verlieren und/oder ungewollte Ursachen in die Zukunft setzen.

Ein passendes Gleichniss ist auch eine Szene aus „Keiner Liebt mich“ von Doris Dörrie. Dort sagte auch einer der Probanten: „Es gibt ein Gerippe, dass hinter dir läuft und eins dass vor dir läuft, Sie bieten dir was zu trinken an, wollen mit dir quatschen und halten dich vom Weg ab, hör nicht auf Sie… es gibt nur Jetzt“.

Die Sprints können uns helfen, diese Realität – Stück für Stück zu erleben und ja, sie sind auch in der Lage uns aus Miseren zu holen, in der wir uns alle mehr oder weniger reingebracht haben.